Ghostbusters (2016) – Answer the Call

Die Ghostbusters sind zurück, seit Donnerstag jagen sie wieder Gespenster in den deutschen Kinos. Mich packte der Film in den ersten fünf Minuten mit einer ordentlichen Portion Gänsehaut. Ließ mich dann jedoch Emotionslos zurück. Der folgende Text kann spuren von Spoilern enthalten und gesehen wurde der Film in 2D.

Der Plot ist schnell zusammengefasst. Dr. Abby Yates (Melissa McCarthy) arbeitet zusammen mit der Ingenieurin Dr. Jillian Holzmann (Kate McKinnon) an der Universität um Paranormalen Phänomenen zu erforschen. Als es zu Geistererscheinungen in einem alten New Yorker Herrenhaus kommt, stößt Abbys alte Freundin und Co-Autorin des Buches „das Paranormale“, Dr. Erin Gilbert (Kristen Wiig) hinzu. Infolge dessen gründen sie die Ghostbusters. Komplett wird das Team durch die U-Bahn Schaffnerin Patty Tolan (Leslie Jones) und dem Sekretär Kevin Beckman (Chris Hemsworth).

Dieses zusammenkommen erfolgte dermaßen lieblos und mit unendlich schlechten Witzen, dass es regelrecht schwer war, nicht einfach aufzustehen und den Kinosaal zu verlassen. Die Hoffnung auf Besserung im weiteren verlauf des Films ließ mich jedoch bis zum Ende der Credits sitzen. Wer nun die Hoffnung hatte das der Film die kurve bekommt, den muss ich leider enttäuschen.

Paul Feig der Regisseur und Drehbuchautor des Films, hat sich dermaßen an den ersten beiden filmen orientiert und bedient, um bloß keinen Fehler zu machen. Was sich Feig bei den Chameo aufritte der alten Crew dachte, bleibt wohl ebenfalls sein Geheimnis. Die alten Rollen blieben allesamt unangetastet. Gerade weil alle alten Crew-Mitglieder bis auf Harold Remis, der ja leider 2014 verstorben ist und Rick Moranis, der einfach kein bock mehr auf die Schauspielerei hat, mit dabei gewesen sind. Dadurch behalten die ersten beiden Ghostbusters Filme zwar ihren Charme und Charakter, verpasst wird jedoch die Möglichkeit dem ganzen einen ordentlichen Abschluss bzw. Neustart zu verpassen.

Der Neustart war mit den Damen durchaus möglich, denn egal ob männliche oder weibliche Ghostbusters, wurde hier eine sehr gute Schauspielerische Leistung abgeliefert. Kate McKinnon will man einfach in jeder Szene sehen,  neben Chris Hemsworth bot Sie meiner Meinung nach die beste Darbietung. Die anderen Schauspieler mussten sich, bis auf Bill Murray dessen Rolle einfach nur lächerlich war, hinter den beiden nicht verstecken. Ebenfalls gelungen sind die Effekte, die Geister hatten alle ihren Charme und in Verbindung mit den Protonenpäckchen ließen diese die Geister aus den 80ern ziemlich alt aussehen.

Abschließend bleibt zu sagen, es ist mittelmäßiges Sommerkino, nicht das was man als Kind der 80ger unbedingt im Kino gesehen haben muss. Schade.

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